28 August 2010

in den bergen

hier weht zur zeit ein ziemlicher wind, bin naemlich auf ueber 1000 metern hoehe, wenn mein reisefuehrer die wahrheit erzaehlt (was er bei einigen zeitangaben nicht tut) :-)

heute ist die herberge ein kloster und endlich gab es auf der strecke auch mal etwas gruen zu sehen, es ging durch eine lange waldstrecke und zwischendurch wurde es sogar so kalt, dass der fleece- pulli gute dienste geleistet hat! hier in san juan de ortega gibt es nichts ausser einem getraenkeautomaten, die stehen aber mittlerweile in fast jedem ort, an dem man vorbeikommt, wenn es dort keinen brunnen gibt. meine mitpilger und ich wissen noch nicht genau, wovon wir heute abend und morgen frueh leben werden, aber nach der messe soll es wohl eine knoblauchsuppe geben fuer alle....da bin ich mal gespannt! :-)
meine mitpilger aus koeln und oesterreich

die begruessung gestern :-)
meilensteine

manche pilger schreiben nachrichten an baeume

der weg heute

25 August 2010

ein typischer tag

der typische pilgertag sieht in etwa so aus:

5:30- 6:00 klingeln die wecker und alles faengt an zu rascheln, weil die rucksaecke eingepackt werden

6:30 aufbruch mit apfel und joghurt als fruehstueck, brot fuer unterwegs und 1,5 litern wasser im gepaeck

je nach etappe kommt man auf dem weg immer wieder an kleinen ortschaften vorbei, wo es je nach groesse getraenkeautomaten, kleine kioske oder supermaerkte gibt
sehr haefig findet man an dem camino entlang brunnen, an denen man dann kaltes wasser nachfuellen kann

13:00- 15:00 je nach laenge der strecke ankunft in der herberge

als erstes holt man sich dort einen stempel, bezahlt bzw spendet und bekommt dann ein bett zugewiesen oder darf sich einfach eines aussuchen

und dann gehts unter die dusche :-)))

meistens haben wir uns dann auf die suche nach einem supermarkt gemacht, wo man essen zum kochen in der herberge und fruehstueck und proviant fuer den naechsten tag kaufen kann, manche pilger gehen auch in bars oder restaurants die so genannten pilgermenues essen, die kosten meist um die 10 euro und bestehen aus drei gaenge, mich begeistern sie aber nicht :-)

21.30- 22:00 ab in den schlafsack, bzw auf den schlafsack, es ist naemlich viel zu warm, um den wirklich zu zu machen (die meisten herbergen bieten matratze und kissen an, aber ohne bezuege, deshalb ist eine unterlage ganz angenehm)
die herberge von gestern
 yoga


 mein mitpilger aus muenchen fuer heute
mein steinmaennchen

24 August 2010

die erste lange etappe

heute gab es die erste lange etappe von fast 30 kilometern, ich hatte wirklich respekt davor, aber da es heute ausnahmsweise mal keine 39 grad waren wurde uns die strecke etwas erleichert. ich pilgere seit 2 tagen mit einem oesterreicher und heute war es wirklich gut jemanden dabei zu haben, da die zeit meist doch etwas schneller vergeht, wenn man sich unterhalten kann. in den herbergen und auch auf der strecke trifft man immer wieder auf die gleichen leute und so koennen die nachmittage und abende wirklich sehr lustig sein. gestern gab es in los arcos sogar ein freibad und das haben wir natuerlich genutzt! hatte ein bisschen etwas von urlaub :-)
ein kleines selbstportait

schlafen in einer ehemaligen scheune

das war bisher ein typischer ausblick

21 August 2010

die erste strecke

um 6 in der dunkelheit in Pamplona gestartet, bis nach Puenta la Reina:

und ja, die fuesse schmerzen, dazu auch noch die schulter und die huefte vom rucksackgurt, ansonsten waren die ersten 24 kilometer aber erstaunlich gut zu schaffen. hoffentlich klappt das morgen genauso :-) am schlimmsten ist eigentlich die hitze, es waren fast 40 grad und kaum wind, da ist man froh ueber die quellen, an denen man die wasserflaschen wieder auffuellen kann
am morgen der sonnenaufgang kurz hinter Pamplona
 die Alto del Perdón in der mitte von Pamplona und Puenta la Reina
 
die aussicht ins tal
das kleine staedtchen Puenta la Reina (wo um diese uhrzeit, ca. 18:00, noch alle siesta halten und wir erst gleich etwas zu essen und verpflegung fuer morgen kaufen koennen)

"wir", damit meine ich zur zeit zwei mitpilger aus Dortmund, die ich beim abstieg von der Alto del Perdón kennengelernt habe und mit denen ich den restlichen Weg bis zur Herberge zusammen gelaufen bin