07 August 2011

liebe Leute in Guemes

Um gestern von Oertchen Laredo nach Santona zu kommen musste man mit einem kleinen Boot, welches direkt am Strand ablegt, das Wasser ueberqueren. Auf der anderen Seite bemerkte ich dann, dass ein Paerchen (deutsch- koreanisch), welches ich schon vorher aus Herbergen kannte, auch auf dem Boot war. Wir haben uns dann zusammen auf den Weg nach Noja gemacht. Der Camino fuehrte ueber einen ziemlich steilen Huegel, dessen Pfad sehr schmal war. Es war anstrengend dort hoch zu laufen, aber die Aussicht war gigantisch. Zur rechten und zur linken Seite sah man jeweils den Strand und vor einem direkt das offene Meer. Perfekter Ort fuer eine kleine Pause also! Nachdem wir dann den Berg wieder heruntergelaufen waren, gingen wir ueber den ewig langen, wunderschoenen Strand von Noja. Eigentlich hatte ich vor einen Teil der Strecke zwischen Noja und der Herberge in Guermes mit dem Bus abzukuerzen, weil die Strecke sonst ueber 30 Kilometer gehabt haette, aber es fuhr kein Bus. Als ich mich dann schon damit abgefunden hatte zu laufen, sprach mich das Paerchen wieder an, weil die Herberge, in die sie wollten voll war und sie jetzt ein Taxi nehmen wollten. Ich habe mich ihnen angeschlossen und wir haben uns das Taxi geteilt. Die Herberge in Guemes war dann einfach nur grossartig! Wir wurden direkt mit einem Glas Wasser begruesst und bekamen nachdem wir unseren Stempel bekommen hatten, Mittagessen mit Suppe und Nudeln. Am Abend fand dann eine kleine Praesentation statt, bei der erzaehlt wurde wie die Herberge entstanden ist. Grundstein ist das Elternhaus des Priesters Ernesto. Der war in den 70er und 80er Jahren viel auf Reisen in Afrika und Suedamerika und hat unter anderem in einem Problemviertel von Santander als Priester gearbeitet. Die Herberge wird jetzt von ihm und seinen freiwilligen Helfern betreut, die alle kein Geld dafuer bekommen. Die Herberge finanziert sich nur ueber die Gaben der Pilger. Nach dieser kleinen Geschichte zur Herberge wurden uns dann noch Tipps fuer die heutige Routenplanung an die Hand gegeben und danach wurde zusammen zu Abend gegessen. Danach konnte man noch ein wenig Gitarrenmusik und Gesang zuhoeren und am naechsten Morgen gab es dann ein Fruehstueck fuer alle.
kurz vor der Bootsfahrt nach Santona

das Boot zur Ueberfahrt

der Berg zwischen de zwei Straenden vor Noja

die Herberge in Guemes

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