Von San Vincente bin ich am Mittwoch nur ein relativ kurzes Stueck bis nach Pesués gegangen. Dort bin ich in den Zug gestiegen und bis nach Poo de Llanes gefahren, weil ich dort eigentlich mal den Strand nutzen wollte. Die Herberge, welche privat organisiert ist und deshalb im Sommer auch an z.B. Jugendgruppen vermietet wird, war aber voll. Deshalb musste ich noch ein Stueck weiter fahren und habe damit zwei Tagesetappen an einem Tag hinter mich gebracht. In Nueva bin ich ausgestiegen und die restlichen Kilometer bis zur Herberge Iglesia San Pedro gelaufen. Auf dem Weg dorthin begegnete mir ein Vater- Sohn- Gespann aus Holland. Dass ich die beiden getroffen hatte fand ich spaeter dann sehr beruhigend, weil die Herberge in einem alten Pfarrhaus zusammen mit der Kirche auf einem sehr einsamen Berg liegt. Auch das Dorf im Tal ist nicht das groesste mit nur einer Bar/ Restaurant. Wir kamen also nach einem steilen Aufstieg am Pfarrhaus an und stellten fest, dass die Tuer zwar offen, aber niemand anwesend war. Der Holland- Vater ist dann nochmal ins Dort hinunter und hat dort nachgefragt, ob wir dort oben uebernachten duerften. Spaeter kam dann auch die Hospitalera und brachte noch drei Franzoesinnen mit. Zu sechst haben wir also in diesem Haeuschen uebernachtet und hatten eine sehr erholsame Nacht ohne Geschnarche. Ich war sehr froh, dass ich dort auf dem Berg nicht alleine bleiben musste, da dieses verlassenen Haus mit seinen vielen Spinnen, Eidechsen, klapprigen Fenstern und Toilletten im Innenhof einen etwas gruseligen Charakter hatte. Dieser wurde durch die benachbarten sehr hohen, steilen Berge und grauen Wolken noch unterstuetzt.
Am naechsten Tag habe ich mich auf den langen Weg nach La Isla gemacht. Dieser fuehrte sehr schoen durch huegeliges Gelaende und es gab kaum Asphalt. In La Isla angekommen war ich ziemlich geschafft, da ich die fast 30 Kilometer ohne laengere Pause gegangen bin. Zudem habe ich meinen Raffaello- Hut verloren :-( und da wird es mit der Sonne ganz schoen warm auf dem Kopf. Dann ging mir noch das Wasser aus und dementprechend froh war ich dann in La Isla zu sein. Den Stempel dort holt man sich zuerst bei einer sehr suessen, alten Dame im Ort ab und geht dann hoch zur Herberge, die direkt neben dem Altenzentrum liegt. Zusammen mit einem Daenen, den ich dort traf, bin ich dann an den Strand gegangen und war auch endlich einmal im Wasser. Es gab wenig Wellen, was mir sehr zusagte, aber das Wasser war doch ziemlich kalt!
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| ein Blick zurueck ins Tal am Mittwochmorgen |
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| die Herberge in einem alten Pfarrhaus direkt neben der Iglesia San Pedro auf einem Berg |
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| der Strand von La Isla |
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