heute morgen sind wir an der hoechsten stelle des jakobsweges angekommen, dem cruz el ferro. es lag ungefaehr eine halbe stunde fussweg von unserer sehr netten, kleinen kapellenherberge in der ehemaligen geisterstadt Foncebadón entfernt und wir sind die strecke heute morgen noch im dunkeln gegangen um dann den sonnenaufgang am kreuz zu erleben. es war zwar zugegebenermassen eisekalt, aber wunderschoen.
am kreuz legen die pilger symbolisch steine oder andere dinge nieder, die fuer die mitgetragenen sorgen stehen. es ist schon ziemlich emotional auf einem berg voller sorgen zu sitzen und der aufgehenden sonne entgegen zu schauen. ich habe natuerlich auch meinen stein abgelegt und dann sind wir weiter durch die gruenen berge auf kleinen, steinigen und sehr steilen pfaden immer hinunter richtung Ponferada. der weg machte mit total spass, endlich wieder ein wenig herausforderung, man muss schauen, wo man hintritt und immer wieder steine ueberspringen oder auch ueber baumstaemme, die im wasser liegen, laufen.
die landschaft war heute wieder ein echtes highlight! wir kamen dann an einer stelle mit ein paar sehr alten, dicken baeumen vorbei, haben diese umarmt und unter ihnen ein kleines nickerchen gehalten. ein kaltes fussbad haben wir uns dann in einem sehr malersichen oertchen im fluss gegoennt, herrlich kaltes wasser! und weil wir den weg heute so sehr ausgekostet haben sind wir auch erst gegen 18 uhr in der herberge angekommen und uebernachten jetzt im keller :-) klingt aber schlimmer, als es ist, jedenfalls ist es kuehl dort unten! :-)
ich bin mir nicht sicher, ob es mit dem bilder hochladen heute noch funktioniert, im moment hat der computer hier jedenfalls keine lust dazu. die fotos gibt es dann also ein anderes mal! :-)
ps: vielen dank fuer die kommentare! ich werde zuhause gelegenheit haben sie mir in aller ruhe durchzulesen, hier ist das internet meist zeitlich begrenzt.
2 Kommentare:
2010-09-11
Hallo Lena,
komme gerade vom Geburtstag von Tante Mimi. Alles in bester Ordnung in Greven.
Interessant, was du so schreibst, vor allem was die Gegend so anbelangt. Die Bilder dazu wären bestimmt sehr hilfreich um einiges genauer verstehen zu können.
Hast hoffentlich nicht nur einen Stein abgelegt, denke wir tragen alle viele Steine mit uns herum, die zum ablegen bestimmt geeignet wären. Aber der Anfang ist gemacht. Toll.
Für heute reicht es, hierzu nur noch ein deutsches Sprichwort:
Wer langsam geht,
kommt auch zum Ziel.
Wünsche dir und deinen Begleitern/innen noch eine angenehme Wanderschaft, erholsame Stunden und vor allem geniesst die Zeit bis zum Ziel, nur wo ist das Ziel?
Bis demnächst und auf eine Menge Bilder wartend,
liebe Grüsse aus Münster. PS
Liebe Lena,
Wir sitzen hier gemütlich im Garten und Tante Mimi hat heute 79ten (wow) Geburtstag. Du schreibst wunderschöne Berichte und deine Karte ist Donnerstag ankommen. Und weiterhin alles, alles Gute. Komm gesund zurück.
Oma und Tante Mimi
Ich bin sehr stolz auf dich dass du diesen Weg Dir ausgesucht hast und hoffe dass du Klarheit findest. Noch eine gute Zeit und zünde bitte für mich auch eine Kerze an.
Carola
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