Hallo zusammen!
Das hier wird der letzte Beitrag von mir sein, bevor ich morgen Santiago erreiche. Nachdem es gestern so geschuettet hatte konnten wir in der Herberge die Schuhe mit Zeitungen ausstopfen, leider waren sie heute morgen immer noch nass. Ich bin wieder einmal mitten in der Nacht aufgestanden, um sicher zu stellen, dass ich noch einen Platz in der 120- Betten- Herberge der Xunta bekomme. Ich bin um halb 7 schon auf dem Weg gewesen und konnte kaum den Weg erkennen, dafuer aber die vielen Pilger (hauefig auch nur mit Daypack) vor, neben und hinter mir. Ich habe dann die 19 Kilometer straff ohne Pause durchgezogen, das fruehe Aufstehen sollte ja nicht umsonst gewesen sein. Als ich die Herberge in Pedrouzo dann erreichte waren bereits die ersten 30 Pilger da, aber ich konnte zumindest sicher sein noch ein Bett zu bekommen. Leider mussten wir 2 Stunden mit verschwitzten Klamotten in der Kaelte warten, etwas Trockenes hatte ich nicht, da auch alles andere noch klamm war. Jetzt bin ich aber warm geduscht und habe mir einen Mittagsschlaf, also eine echte spanische Siesta, gegoennt. Als ich eben auf Ortserkundung gehen wollte traf ich wieder einige bekannte Gesichter von den vorherigen Tagen, ein finnisches Paerchen auf dem Weg zur Notunterkunft in der Sporthalle, und Christina, eine deutsche Pilgerin, mit der ich gleich einen Kaffee trinken gehen werde.
Morgen geht es dann auf zu den letzten 20 Kilometern nach Santiago! Die Herberge (@Andrea+ Martin: es ist die Hippie- Herberge, in der wir auch waren) ist bereits reserviert. Ich hatte gestern noch das letzte Bett fuer eine Nacht ergattern koennen. Dann hoffe ich schnell meine Compostela zu bekommen, es muss noch ein warmer Pulli fuer die Busfahrt gekauft werden und dann versuche ich die anderen Pilger wiederzutreffen und mit ihnen Essen zu gehen.
Da sind...
... Edi und Peter, ein ueber 60 Jahre altes Paerchen aus Muenchen, 44 Jahre verheiratet, aber wie frisch verliebt, total fit, lebensfroh und sehr herzlich.
... Christina aus der Naehe von Wolfsburg, die den Weg mit einigem Uebergewicht stemmt.
... ein junges finnisches Paerchen, die trotz der Wochen in der Sonne immer noch sehr bleich sind.
... zwei Mitt- Fuenfziger Lehrerinnen aus Sueddeutschland, die, obwohl sie nicht verwandt sind, eine ziemlich aehnliche Frisur tragen.
... Gerry (wahrscheinlich wird der Name anders geschrieben, aber gesprochen wird er so), ein Bulgarin, die sich gerade jobmaessig neu orientiert.
... Elisa und Daniel, ein Paerchen aus Dresden, die aber bereits heute in Santiago ankommen wollen, um dann noch mehr Zeit in Finisterra zu haben.
Wir sind also ein sehr gemischtes Trueppchen und man laueft sich immer wieder ueber den Weg. Omi und Opi der Bande sind Edi und Peter, die uns auf der Dorf- Fiesta am Sonntag (hatte ich erzaehlt, dass ein Fisch gefeiert wird?) in Sobrado auch erst einmal alle einen Drink spendiert haben.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen