Heute habe ich wieder geschummelt :-) Aber ich erzaehle mal lieber von Anfang an...
Von Santander aus ging es gestern erst mit dem Zug einige Stationen bis nach Mogro und von dort aus dann zu Fuss bis zu einer Herberge im Nirgendwo namens Arco Iris. Die liegt mitten zwischen gruenen Huegeln und ausser einem ziemlich starken Wind gibt es dort nichts. Heute bin ich dann von dort aus bis zur vier Kilometer entfernten Kleinstadt Santillana del Mar gegangen (uebrigens die Stadt der drei Luegen genannt: sie ist weder heilig, "santa", noch eben "llana", noch liegt sie am Meer "del Mar"). Dieses kleine Staedtchen ist wirklich sehr suess. Etwas ausserhalb des Ortes liegen die beruehmten Hoehlen von Altamira. Dort haben in der Steinzeit Menschen gelebt und im 17. Jahrhundert wurden von einem Hoehlenforscher, bzw. seiner 9- jaehrigen Tochter, dort Deckenmalereien entdeckt. Diese sind im Original leider nicht mehr anzusehen, da sie vor dem Atem der Besucher und anderen negativen Einfluessen geschuetzt werden sollen, aber es gibt eine Replikation. Diese hab ich mir heute angesehen. Es war zwar nur ein kleines Museum und der Besuch selbst kuerzer als das Anstehen, aber es hat sich gelohnt. Es ist wirklich beeindruckend wie detaillreich diese Menschen damals die Tiere abgebildet haben. Gerne haette ich noch mehr Hintergruende erfahren, aber es wurden den Besuchern leider nicht allzu viele Informationen an die Hand gegeben. Das werde ich dann spaeter alles googlen ;-)
Von den Hoehlen bin ich dann wieder zurueckgestapft nach Santillana und habe mich von dort aus mit dem Bus auf nach Comillas gemacht. Dort wollte ich eigentlich heute bleiben und einen Strandtag einlegen, aber vor der Herberge mit 20 Betten sassen schon 2 Stunden vor der Oeffnung mindestens 30 Leute. Also bin ich mit dem naechsten Bus bis nach San Vincente gefahren und habe hier noch eines der letzten Betten bekommen. Heute Abend gibt es dann ein gemeinsames Essen, ich hoerte etwas von Fischsuppe, da muss ich mich, glaube ich, als Vegetarierin ausgeben...
In Comillas musste ich mich auch von dem deutsch- koreanischen Paerchen verabschieden, sie waren eine der ersten an der Herberge und hatten deshalb die Betten sicher, aber ich werde sie auf dem Weg nicht wieder treffen, da sie sich morgen auf den Heimweg nach Bonn machen.
Morgen geht es dann weiter nach Poo de Llanes, das Stueck ist aber sehr lang, weshalb ich nur 25 Kilometer davon gehen und den Rest mit dem Zug fahren werde. Der Jakobsweg hier an der Kueste ist von der Infrastruktur definitiv nicht mit dem Camino frances zu vergleichen. Manchmal hat man nur die Wahl zwischen Mini- Etappen von 15 Kilometern oder gleich ganzen 40, die mein Reisefuehrer uebrigens auch vorschlaegt. Da ich meine Fuesse aber ganz gern hab und sie mich auch noch bis nach Santiago tragen sollen, spare ich mir die 40er- Etappen und plane stattdessen kleine Spruenge mit dem Zug ein. So wird das Hereinlaufen und Herauslaufen in Gijon, der naechsten grossen Stadt, sowieso landschaftlich eher maessig sein, weshalb ich auch dafuer wieder die fahrende Variante einplane.
Ich wollte eigentlich einige Bilder hochladen, leider ist das hier ein Slomotion- Internet, das heisst Bilder gibt es erst das naechste Mal wieder!
2 Kommentare:
UUUH die Lena ist eine Cheaterin ;P Nene, als "zum-zweiten-Mal-Läuferin" bist du eh über jeden Zweifel erhaben und alles besser wissen darfst du sogar auch. Hol dir keinen Sonnenstich! :D
Hahaha Du und Fischsuppe....ich lieg in der Ecke.;)
Liebste Grüße
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